Kirche und Social Media

Auf dieser Seite wollen wir in Form eines Weblogs Anregungen geben, wie die Kommunikation über Social Media-Kanäle funktioniert und was andere über (Kirche in) Social Media berichten.

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Calenberger Medien-/Fundraisingtag

Wann?
21.01.2017, 09:30 Uhr bis 15:30 Uhr
Was?
Medium
Bild: aserto
Die Kirchenkreise Laatzen-Springe und Ronnenberg veranstalten in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Region Hannover/Niedersachsen Mitte Workshops zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising. Prof. Dr. Lars Harden, Geschäftsführer von aserto, hält einen Impulsvortrag mit dem Titel „Die kirchliche Kommunikation von außen betrachtet“
Wo?
Gemeindezentrum der Michaelis-Kirchengemeinde Ronnenberg
Am Kirchhofe 4
30952 Ronnenberg
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Shell Jugendstudie 2015

Die Jugend von heute - was denkt sie, wie handelt sie, wie bewältigt sie aktuelle Herausforderungen? Seit 1953 analysieren die Shell Jugendstudien unter jungen Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren genau dieses und geben darüber Aufschluss.
Spannend an der aktuellen Studie ist, dass sich die Jugend immer weiter "setzt". Pragmatismus, Fleiß, Ehrgeiz, Familienorientierung, Anpassung sind nur wenige Kennzeichen dieser Generation, die aber schon vieles Erklären. "Krawatte statt Krawall" titelte die Süddeutsche Zeitung am 13. Oktober zur Veröffentlichung der Ergebnisse und beschreibt damit recht treffsicher die jugendliche Haltung.
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Verlage wollen junge Nutzer

So titelt Zapp, das Medienmagazin des NDR, zum Thema Jugendportale. Anlass sind die derzeitigen Bemühungen einiger Verlage (ZEIT ONLINE mit Ze.tt, Bild mit BYou, Spiegel Online mit bento), jüngere Zielgruppen mit eigens für sie produzierten journalistischen Inhalten gezielt anzusprechen. Dabei thematisiert Zapp mit den Interviewten (u.a. Jochen Wegner, Chefredakteur von ZEIT ONLINE), inwiefern es sich überhaupt noch lohnt eigene Portale zu erstellen, wenn der Zugangsweg junger Zielgruppen zu Nachrichten zunehmend Soziale Medien sind. Der Zeitverlag setzt nach wie vor auf eigene Medien – wie die meisten deutschen Verlage – und ist dabei erfolgreich. Der Distributionsweg über Soziale Medien, insbesondere Facebook, wird jedoch nicht außer Acht gelassen. Um die eigene Unabhängigkeit zu bewahren und gleichzeitig die Reichweitenvorzüge anderer Portale zu nutzen, ein aus unserer Sicht richtiger Weg.


Hintergrund

Die zunehmende Bedeutung von Facebook als Nachrichtenquelle hat das Pew Research Center in einer Studie untersucht. Facebook- und Twitter-Nutzer aus den USA wurden zu ihrem Informationsverhalten auf den Plattformen hinsichtlich Nachrichten befragt. In der Studie wird deutlich:

  • Im Vergleich von 2013 zu 2015 verwenden mehr Nutzer Twitter und Facebook als Nachrichtenquelle
  • Twitter und Facebook sind zwar nicht die Top-Quellen, aber wichtige Quellen für die Nachrichtenrezeption

Unserer Beobachtung nach zeichnet sich hier ein Trend ab, der auch bereits in Deutschland angekommen ist.

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„Timster“ startet auf Kika – Vielleicht auch was für Erwachsene

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass uns das Thema Medienkompetenz sehr am Herzen liegt. Nun gibt es „Timster“, eine neue Sendung des Kinderkanals Kika im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. „Timster“ beschäftigt sich auf unterhaltsame Art und Weise mit der Medienkompetenzvermittlung und ermöglicht durch die Vorstellung von neuen Medien, Spieleformaten und Medieninhalten einen souveränen Umgang mit ihnen. Wir haben uns schon die erste Folge angeschaut und gemerkt, wie „Timster“ uns Erwachsenen auch helfen kann, die Medienwelt der Jüngeren zu entdecken und zu verstehen. Vielleicht ist das Format ja auch etwas für die eigene Jugendarbeit.
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Social Media-Landeskirchenatlas

Wir haben unsere kartografierte Übersicht der landeskirchlichen Social Media-Engagements bei Facebook und Twitter aktualisiert. Schauen Sie mal nach, was sich in den letzten Monaten getan hat: https://socialmedia.wir-e.de/landeskirchenatlas

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Metadaten und Vorratsdatenspeicherung

Aus gegebenem Anlass (SPD beschließt Vorratsdatenspeicherung) und weil das Thema Datenschutz und Sicherheit uns in diesem Blog auch hin und wieder streift, möchte ich heute auf einen Bericht aufmerksam machen, über den ich in der täglichen "Morgenpost" von Krautreporter gestoßen bin. Krautreporter verlinkte auf einen Bericht von Netzpolitik.org, der das Thema Metadaten behandelt. Zwar ist der Artikel bereits aus 2014, aber hat nicht an Relevanz verloren: Was mit Metadaten herausgefunden werden kann, wird hier sehr eindrücklich geschildert. In dem aufgeführten Fallbeispiel wurde die Person "nur" eine Woche überwacht und doch hat man das Gefühl, sein ganzes Leben zu kennen. Lesen Sie hier mehr:

Metadaten: Wie dein unschuldiges Smartphone fast dein ganzes Leben an den Geheimdienst übermittelt

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„Auch Jesus hätte getwittert“

  • Wo erreiche ich die Gläubigen im Internet und wie kommuniziere ich mit ihnen?
  • Inwieweit unterscheidet sich der Gottesdienst per Internet vom Gottesdienst in der Kirche?
  • Welche Chancen bietet Social Media für die Kirche?
  • Welche Auswirkungen haben Social-Media-Gottesdienste auf die Kirche und könnten sie ein wegweisendes Modell sein, um junge Menschen für die Kirche zu begeistern?
Auf diese Fragen antwortet Marcel Drews in einem Interview für die Braunschweiger Zeitung im April. Sein Fazit "Auch Jesus hätte getwittert."

Das ganze Interview können Sie im hier nachlesen.
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Bild: Braunschweiger Zeitung

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"Menschen schützen, nicht Daten“ - Die positiven Seiten von Datensammlung

Hanno Terbuyken, Portalleiter von evangelisch.de, hat im Rahmen der Veranstaltung "Kirche im Web 2.0" bei der Akademie Franz Hitze Haus einen Vortrag über Datenschatz gehalten. Ein sehr erfrischender Beitrag, in dem Terbuyken dafür plädiert, in der Thematik einen positiveren Blick einzunehmen als dies im kirchlichen Kontext oft getan wird. Er schließt seinen Vortrag mit den folgenden Worten: "Eine Datenethik, die den engen Fokus des bestehenden Datenschutzes weitet und prinzipiell eine „datenpositive“ Herangehensweise fördert, täte der öffentlichen Diskussion gut. Entscheidend dabei ist, einen verantwortlichen Umgang von allen Seiten einzufordern und Datenschutz nicht grundsätzlich als Hindernis zur Datennutzung zu verstehen." Dem schließen wir uns gerne an.
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Bild: aserto

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Der Blick zurück: „5 Fragen an …“

In den vergangenen Wochen haben uns einige Social-Media-Manager, die in Wirtschaft, Kultur und Medien tätig sind, einen Blick in ihre Arbeit in den Sozialen Medien gewährt. Im Fokus standen nicht nur ihre Erfahrungen mit Social Media, sondern auch ihre Einschätzung der Chancen für die kirchliche Nutzung von Social Media. Abschließend möchten wir Ihnen einen Überblick über die vielfältigen Antworten geben und auch noch einmal an unsere vorherige Interviewreihe mit Ehren- oder Hauptamtlichen, die sich mit kirchlicher oder diakonischer Social-Media-Arbeit beschäftigen, erinnern: Was sind Gemeinsamkeiten, wo lassen sich vielleicht auch Unterschiede ausmachen?

Aufgabenverständnis und Hauptziel bei der Arbeit mit Social Media

  • Sichtbarkeit & Stärkung der Marke im Internet
  • Publikation von Inhalten & Kundenbindung
  • Ansprechbar / nahbar sein & Dialog ermöglichen
  • Interaktive gemeinschaftliche Kreativität
Reaktionen auf die Social-Media-Arbeit
  • Größtenteils positives Feedback: Anerkennung und Partizipation durch Vorge-setzte, Kollegen und Nutzer, aber auch Desinteresse & Skepsis
  • Fokus bei der täglichen Arbeit: das Feedback durch die Nutzer
  • Erkenntnis: Trotz Erfahrungswerten sind Nutzerreaktionen unvorhersehbar. Jede Aktion kann ein großer Erfolg oder ein Flop werden.
Chancen der Social-Media-Arbeit
  • Kompetenz zeigen & Markenwahrnehmung stärken
  • Bindung & Erzeugung echter Teilhabe
  • Publikation vs. Generierung von Inhalten durch Nutzer
  • Ermittlung eines Stimmungs- und Meinungsbildes durch ungefiltertes Feedback
  • Emotionalisierung
Chancen & Empfehlungen für Social Media im kirchlichen Bereich
  • Vielfalt der kirchlichen Community-Arbeit auch auf Social Media ausbreiten, die zunehmend Bedeutung in der täglichen Kommunikation der Nutzer einnimmt
  • Social Media als selbstverständlichen Bestandteil der Gesamtkommunikation sehen
  • Pläne, Konzept & realistische Ziele erarbeiten, aber: flexibel bleiben!
  • Lebendigen Glauben durch Partizipation und Austausch ermöglichen
  • Vertrauen & Akzeptanz, dass man Kommunikation nicht kontrollieren kann
  • Bedürfnisse der Community berücksichtigen & seine eigene Stimme finden
  • Offen, authentisch & glaubwürdig sein

Vergleich: Die Arbeit der Social-Media-Manager im kirchlichen Bereich und in der Wirtschaft

Generell ähneln die Erfahrungen und Einschätzungen der Social-Media-Manager im Wirtschafts-, Kultur- und Medien-Kontext denen im kirchlichen Bereich sehr stark. Beide Gruppen sehen große Chancen für die kirchliche Social-Media-Arbeit und betrachten es letztlich als notwendige und zeitgemäße Möglichkeit der Kommuni-kation und Informationsverbreitung. Ein zentraler Unterschied  lässt sich jedoch ausmachen:
Social-Media-Manager im Wirtschafts-, Kultur- und Medienbereich zielen ihre Arbeit stärker auf ihr Unternehmen ab. So haben die Stärkung der Marke und Bindung der Nutzer an die Organisation eine hohe Bedeutung. Für Social-Media-Verantwortliche im kirchlichen Bereich hat das „Zuhören“ als Ziel der Arbeit eine größere Bedeutung – sowohl das Zuhören in Bezug auf Nutzer als auch in Bezug auf „Fach-Kollegen“. Entsprechend haben die Etablierung als „hörende Organisation“ sowie die Vernetzung mit anderen Social-Media-Managern eine größere Bedeutung.
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Wie Teenager Social Media sehen und nutzen (Teil 2)

Vor kurzem gab es an dieser Stelle einen Post zur Nutzung aktueller Social Media-Dienste aus der Sicht eines Teenagers. Der zweite Teil des Beitrags beschäftigt sich mit weiteren Applikationen und Medien. In diesem Artikel hatte ich nicht so viele "Aha-Effekte". YouTube ist nicht mehr wegzudenken, Google+ ist bis auf die Hangouts irrelevant und der Erfolg neuer Dienste hängt vor allem von einer kritischen Masse der Nutzer ab. So weit, so bekannt.

Interessant sind aber die Gedanken am Ende des Artikels zu den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Neueinführung von Social Media:
  1. Um das Interesse auf die eigene Applikation zu lenken und möglichst viele Personen zu einem Download zu bewegen, sollte es eine Gratifikation außerhalb der App geben.
  2. Nutze die kreativen Möglichkeiten der verschiedenen Kanäle und kenne Deine Hauptanspruchsgruppen, um Inhalte und Ansprache auf sie abzustimmen.
Besonders den ersten Aspekt finde ich bemerkenswert, wenn auch nicht banal in der Umsetzung.

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Bild: Backchannel

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